Vegan in Panama – Reisetagebuch Teil III

hallo ihr lieben,

ich dachte es wär mal an der zeit mein reisetagebuch fortzusetzen, vor allem da ich mittlerweile schon wieder aus indien wieder da bin und es kaum abwarten kann meine erlebnisse mit euch zu teilen. hier also teil 3 von 4 meiner reise im herbst.


der flugtag von hawaii gen panama verging relativ schnell. ich versteh trotzdem immer noch nicht wieso shuttlebusse und flughäfen auf gefrierschranktemperatur herunter gekühlt werden müssen. falls ihr mal verreisen wollt, bitte fliegt niemals über houston. das ist wirklich der absolut größte scheiß. ich habe wieder den fehler gemacht und es war mal wieder schrecklich, meine beste freundin durfte die erfahrung letztens als sie nach kolumbien geflogen ist leider auch machen. also merken: houston, nein danke!




abends hab ich mich in panama ciudad mit einem freund von zu hause getroffen, felix, der immer nur reist um sich fußballspiele anzusehen. wir sind am nächsten tag zum panama kanal gefahren mit dem local bus, ich kann euch nur wieder ans herz legen euch damit fortzubewegen, so wie überall auch! man muss sich so ne chip karte für ein paar cent holen und kann die dann aufladen um zu den busterminals zu kommen, wir haben das natürlich mit unserem anfängerspanisch total verpeilt, aber die panamaer (ja es heißt wirklich so, ich nenne sie lieber panamesen das hört sich so niedlich an, hoffe dass das nicht rassistisch ist, das wär halt nicht meine absicht) sind ein ganz nettes volk und kümmern sich auch gern um deutsche die nur gebrochenes spanisch sprechen. es war ein super grauer tag mit heftigem gewitter, so wie der himmel geweint hat, wärs auch fast aus mir rausgebrochen. ich wollte nur noch zurück nach hawaii, was hab ich mir nur selbst angetan :D 




wir sind noch durch die altstadt gebummelt und dann ins hostel panamericana, das einzige hostel wo man wirklich hingehen sollte! auf dem weg dort hin hab ich zum ersten mal eine pidá probiert, sieht aus wie ne traurige kaki, schmeckt wie ne verrückte kartoffel. 


für die nächsten tage haben wir sparfüchse uns kiloweise reis vorgekocht, mit tomaten, avocado und chili. wir sind noch zum fußball gegangen (sind umsonst reingekommen, da ich ja pressefotografin bin mit meinem ultrahochauflösendem iphone hahah) und waren im national park der stadt, dem montepolitano parque. 



zusammenfassend kann ich zu panama city sagen: 

verbringt nur ein zwei tage in panama ciudad, es ist einfach nicht sehenswert und viel zu gefährlich sobald es dämmert. 

sogar locals haben uns angesprochen und gesagt wir sollen ganz schnell verschwinden sonst werden wir ausgenommen.. 

war auf jeden fall nicht so der way of life den ich gern beim reisen pflege. aber esst auf jeden fall die geilen bananenchips mit tomaten salsa dies dort an jeder ecke gibt, wirklich wirklich seeeeehr lecker!




es war zeit irgendwas zu ändern, deshalb hab ich mir über die tage natürlich viele ratschläge von anderen backpackern eingeholt und mir tickets nach bocas del toro geholt. die busfahrt dorthin war mal wieder sehr erlebnisreich. ich hab nicht ein auge zubekommen, das karate andi album mindestens hundertmal gehört (danke jan, hat mich sehr weiter gebracht in meinem leben dein album) und bin dann im nebel mit nem kleinen boot irgendwann auf bocas angekommen. 




hostel-leben aka
selbstversorgungsfrühstück
bocas del toro ist eine inselgruppe auf der karibischen seite panamas, direkt an der grenze zu costa rica, wo ich ja eh noch hin wollte. habe daniel auf dem boot kennen gelernt und bin mit ihm ersmal ins hostelluego, schön ruhig und muckelig da, weils im hostel heike voll war, dort sind wir aber am tag darauf dann hingezogen. kaum waren die taschen ausgepackt bin ich mit meiner bekanntschaft brenda aus england, ben aus amerika und daniel der auch aus england kam losgezogen um zu schnorcheln, delfine und seesterne zu gucken und vielleicht auch das eine oder andere faultier zu sehen.

dachterrasse des hostels heike




als wir wieder zurück kamen haben wir falafel gegessen, da gibts so ne süße bude wo die sich sehr bemühen das ganze auch vegan zu gestalten und abends wurde gefeiert. die nächsten tage war ich mit vielen verschiedenen leuten unterwegs, unter anderem auf carrera island, beim red frog beach (war keine gute idee mit meiner phobie) und lecker beim inder essen und viel zu oft in der iguana bar. die ladies nights bereiten einem nur kopfschmerzen :D irgendwie war mir die ganze sache da zu touristisch, zu viele feierwütige backpacker auf die ich halt normalerweise wirklich gar keinen bock habe. 









mich sehnte es nach dschungel, ruhe, mehr natur und weniger oberflächlichen gesprächen. ich hab einfach meine sachen eines morgens gepackt und mir ein wassertaxi geholt nach alimente. von dort bin ich durch die pralle sonne zur bushaltestelle, weil ich mich ja auf so shuttlebusse ungern einlasse. es hätte glaube ich nur 20 dollar oder so gekostet, aber ich hab immer lust auf abenteuer und bezahlen, hinsetzen, fahren, wieder aussteigen kann ja jeder. also ich bin zur bushaltestelle gestapft und bin mit den locals für 1,50 los getuckert.
wir saßen zu 10 auf einer 5er rückbank, ich hatte ein paar kinder auf dem schoß und ellenbogen im gesicht, aber das ist ja der spaß an der sache. dann gings bei der nächsten station mit dem taxi weiter zum grenzübergang saxoala, dort hab ich 3 dollar lassen müssen und musste dann über die grenze.



ich dachte der grenzübergang soll ein scherz sein. vor mir war eine extrem veraltete löchrige brücke, die rüber nach costa rica führte. man musste echt auf jeden schritt aufpassen. und dann wars soweit: endlich costa rica! tschüß panana, mit dir bin ich fertig!




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